Das Einstein Center for Youth Mental Health (ECYM) ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum, das sich der Früherkennung und Frühintervention schwerer psychischer Erkrankungen bei jungen Menschen widmet. Im Fokus stehen Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren.

Förderung

Das Zentrum wird für zunächst sechs Jahre von der Einstein Stiftung Berlin gefördert.
Sieben Berliner Institutionen bündeln ihre wissenschaftliche und klinische Expertise im ECYM:

  • Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • Freie Universität Berlin
  • Humboldt-Universität zu Berlin
  • Technische Universität Berlin
  • Vivantes
  • Max Planck Institute for Human Development
  • Physikalisch-Technische Bundesanstalt

Unsere Studien

Ein zentraler Bestandteil des ECYMs ist eine Studie von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Risiko für schwere psychische Erkrankungen, etwa Psychosen, bipolare Störungen oder Borderline-Persönlichkeitsstörungen (n=1000).

Durch den Einsatz moderner Bildgebungsverfahren, digitaler Daten und Methoden des maschinellen Lernens sollen Risiko- und Resilienzfaktoren sowie Biomarker für die Entstehung schwerer psychischer Erkrankungen identifiziert werden. Parallel dazu entwickelt ECYM innovative therapeutische Ansätze und Versorgungsmodelle für junge Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Die Perspektiven von jungen Menschen mit psychischen Erkrankungen fließen in den Forschungsprozess ein, um sicherzustellen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse eng an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert sind.

Unsere Langfristige Vision

Ziel ist der Aufbau eines international führenden Zentrums für Prävention und Frühintervention zu psychischer Gesundheit von jungen Menschen.

Netzwerk

Das ECYM-Konsortium ist ein Verbund von Forschenden, die sich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene in der Wissenschaft engagieren, sowie von international führenden Expert*innen auf dem Gebiet der Früherkennung psychischer Erkrankungen. Ziel ist es, ein national und international einzigartigen Forschungsverbund zu schaffen.


ECYM kann auf ein Netzwerk mit wichtigen nationalen und internalen Organisationen zurückgreifen.

National:

  • Deutsches Zentrum für psychische Gesundheit (DZPG)
  • Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ)
  • Berlin University Alliance (BUA)

International:

  • The International Early Intervention and Prevention in Mental Health Association (IEPA)

Unser Netzwerk wächst kontinuierlich. Wenn Sie Ihre Organisation einbringen, eine Kooperation anstoßen oder gemeinsam mit uns eine Veranstaltung zum Thema Youth Mental Health gestalten möchten, freuen wir uns sehr über Ihre Kontaktaufnahme. Wir sind gespannt auf den Austausch mit Ihnen!

Organisation und Governance

Das zentrale Entscheidungsgremium des ECYM ist das Consortium Board. Es setzt sich aus der Sprecher*in des Zentrums, jeweils einem Principal Investigator (PI) aus jeder beteiligten Institution, einer Nachwuchswissenschaftler*in (Early Career Researcher) sowie drei Erfahrungsexpert*innen zusammen. Das Consortium Board legt die strategische Ausrichtung der Forschung fest, überwacht das Budget, entscheidet über die Aufnahme neuer Mitglieder und steuert Kommunikations- und Outreach-Aktivitäten. Zusätzlich berät ein internationaler wissenschaftlicher unabhängiger Beirat aus vier renommierten Wissenschaftler*innen das Zentrum.

Förderung von Nachwuchswissen-schaftler*innen

Die Förderung der nächsten Generation von Wissenschaftler*innen ist ein zentrales Anliegen des ECYMs. Promotions- und Postdoc-Stellen werden international ausgeschrieben und nach den Kriterien Exzellenz, Diversität und Passung zu den Forschungszielen des Zentrums vergeben. Promovierende werden von mindestens zwei Mentor*innen aus unterschiedlichen Disziplinen betreut. Ein Trainingsprogramm vermittelt Kompetenzen in: Datenanalyse, Open Science, wissenschaftlicher Integrität, wissenschaftlichem Schreiben sowie Karriereentwicklung.
Darüber hinaus sollen neue Lehrformate und Kooperationen mit Graduiertenschulen Studierende frühzeitig für Forschung im Bereich der psychischen Gesundheit junger Menschen begeistern.

Diversität und Chancengleichheit

ECYM setzt sich aktiv für Chancengleichheit, Diversität und familienfreundliche Arbeitsbedingungen ein. Ca 50 % der Nachwuchsstellen sind für Frauen vorgesehen. Ergänzend unterstützen Mentoringprogramme, Diversity-Trainings und gezielte Förderangebote die Karriereentwicklung – insbesondere von Wissenschaftlerinnen.

Datenmanagement und Open Science

ECYM nutzt moderne und sichere Dateninfrastrukturen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, darunter die Health Data Platform (HDP) und das Medical Data Integration Center (MeDIC), um ein multimodales und multizentrisches Datenmanagement sicherzustellen. Ein spezialisiertes Team unterstützt die Forschungsprojekte bei Data Governance, rechtlicher Compliance und Wissensaustausch. Das Zentrum verpflichtet sich den Prinzipien von Open Science, darunter: transparente Forschungspraktiken, Präregistrierung von Studien (wenn sinnvoll), Open Science, Open-Access-Publikationen.

Über die Einstein Stiftung Berlin

ECYM wird von der Einstein Stiftung Berlin gefördert. Die Stiftung unterstützt international herausragende Forschung in und für Berlin und stärkt damit den Wissenschaftsstandort der Hauptstadt.
Mit ihrer unabhängigen Förderstruktur und ihrem Fokus auf Berlin nimmt die Stiftung eine besondere Rolle in der deutschen Forschungsförderung ein. Ziel ist es, Wissenschaft als zentralen Zukunftsfaktor für die Stadt weiter auszubauen und international sichtbar zu machen.

Weitere Informationen: www.einsteinfoundation.de

 

Das Einstein Center for Youth Mental Health wird vom Land Berlin gefördert (Förderkennzeichen: EZ-2025-852).

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