Hilfe bei psychischen Erkrankungen junger Menschen
Psychische Erkrankungen wie Schizophrenie, bipolare Störung, Depression oder Borderlinestörung sind auch nach jahrzehntelanger Forschung schwer therapierbar und eine individuelle wie gesellschaftliche Herausforderung. Die faktischen Ursachen der Erkrankungen sind zumeist unklar und der Zugang zur Behandlung ist vielfach unzureichend. Erste Symptome den genannten Erkrankungen zeigen sich bereits bei zwölf- bis 25-Jährigen und somit in einer Phase, in der sich ihre soziale und schulische beziehungsweise berufliche Entwicklung entscheidet.
Das neue Einstein Center for Youth Mental Health (ECYM) will sowohl die Bedingungen für eine bessere Versorgung erforschen als auch neue Wege in der frühen Erkennung psychischer Erkrankungen gehen. Hier werden sieben Berliner Institutionen – Charité – Universitätsmedizin (Charité), Freie Universität Berlin (FU Berlin), Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin), Technische Universität Berlin (TU Berlin), Vivantes, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt – gemeinsam daran forschen, wie psychische Erkrankungen in der genannten Altersgruppe früher erkannt, besser verstanden und wirksamer behandelt werden können.
In einer großen Studie werden rund 950 Jugendliche – mit und ohne erhöhtes Risiko – über vier Jahre wissenschaftlich begleitet. Moderne Hirnbildgebung, digitale Erhebungen und KI-gestützte Auswertungen sollen helfen, Risikofaktoren und Frühwarnzeichen zu erkennen. Zusätzlich werden neue Therapien und Versorgungsmodelle entwickelt und erprobt. Junge Menschen mit eigener Erfahrung psychischer Erkrankung werden aktiv in die Forschung einbezogen.
Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auf der Website der Einstein Stiftung.
Die Einstein Stiftung Berlin ist eine gemeinnützige, unabhängige und wissenschaftsgeleitete Einrichtung, die 2009 als Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet wurde. Sie fördert Wissenschaft und Forschung fächer- und institutionenübergreifend in und für Berlin auf internationalem Spitzenniveau. Rund 250 Wissenschaftler:innen – unter ihnen drei Nobelpreisträger –, über 70 Projekte und zehn Einstein-Zentren wurden bislang gefördert.
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